Junge Erwachsene unterschätzen Gefahr von Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten

Junge Menschen unterschätzen einer Studie zufolge die Gefahr einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten. Nur rund ein Viertel der 18- bis 24-Jährigen wissen etwa laut dem Stada-Gesundheitsreport, dass humane Papillomviren durch ungeschützten Sex übertragen werden können. Die Erreger, die Haut und Schleimhäute befallen, sind die am häufigsten sexuell übertragenen Viren weltweit. Einige Virustypen sind zudem maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt.

Die Gefahr einer Ansteckung mit Syphilis kennen dem Report zufolge immerhin 64 Prozent. Und fast jeder weiß, dass HIV durch ungeschützten Sex übertragen werden kann. Die Studie zeige, “dass auch die Aufklärung zu anderen Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und HPV besser werden muss”.

Ungeschützter Sex ist unter jungen Erwachsenen laut dem Report keine Seltenheit. Nur 49 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen gaben an, immer ein Kondom zu benutzen, wenn sie mit einem neuen Partner Geschlechtsverkehr haben. Demnach vertrauen 25 Prozent der Befragten darauf, dass der Partner gesund ist. Weitere Gründe für jeweils 13 Prozent der jungen Erwachsenen seien, “dass es sich ohne Kondom besser anfühlt oder dass eine – angebliche – Latexallergie vorliegt”.