21 Mio. Menschen erhalten Therapie

Im Jahr 2016 gab es weltweit ca. 36,7 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion. 20,9 Millionen HIV/Aids-Betroffene erhalten mittlerweile eine antiretrovirale Therapie, für weitere 15,8 Millionen wäre das notwendig.

Die aktuellsten Zahlen zu den HIV-positiven Menschen, Neuinfektionen und Opfern der Immunschwächekrankheit wurden bereits im Juli dieses Jahres vom Aids-Programm der Weltgesundheitsorganisation publiziert. Der neue Bericht aus Anlass des bevorstehenden Welt-Aids Tages am 1. Dezember beschäftigt sich im breiteren Maß mit den Gegebenheiten, die vorliegen müssen, um HIV/Aids weltweit zu besiegen.

Große Fortschritte sind im Zugang zur Behandlung von HIV-Infektionen gemacht worden. Von einer Zahl von nur rund 2,5 Millionen Betroffenen in antiretroviraler Therapie um das Jahr 2005 ist die Zahl der Behandelten bis Juni 2017 auf 20,9 Millionen Menschen angestiegen. Trotzdem müssten weitere 15,8 Millionen HIV-Positive in Behandlung kommen, um die Krankheit möglichst zurückzudrängen.

Die Situation ist weltweit extrem unterschiedlich. Allein auf dem ärmsten Kontinent Afrika, wo HIV-Aids am meisten verbreitet ist, schwankt der Anteil der HIV/Aids-Patienten in Behandlung zwischen mehr als 80 Prozent in Botswana und unter zehn Prozent im Südsudan und in Madagaskar. Selbst in Südafrika sind es erst um die 55 Prozent.

Weltweit wurden seit Ausbruch der Epidemie in den 1980er-Jahren mehr als 76 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Rund 35 Millionen Menschen starben bisher an den Folgen der Immunschwächekrankheit.

Wenn sich die Entwicklung bei der Behandlung von immer mehr Menschen mit HIV weltweit fortsetzt, könnte das Ziel erreicht werden, bis zum Jahr 2020 rund 30 Millionen Betroffenen die lebensrettende Therapie zu ermöglichen. 2020 sollen 90 Prozent der von HIV-Betroffenen über ihre Infektion Bescheid wissen, 90 Prozent davon in Behandlung sein und bei wiederum 90 Prozent das Virus im Blut durch die Unterdrückung der Virus-Vermehrung nicht mehr nachweisbar sein.